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Seminare + Workshops

Seminar 1: Wie weit reicht mein Verstand?

Möglichkeiten und Grenzen therapeutischer Arbeit bei älteren Menschen mit kognitiven Defiziten

In der Auseinandersetzung mit Alter und kognitiven Abbauprozessen stellt sich die Frage, ob und in welcher Art eine “psychosoziale Therapie” möglich ist.

Vorüberlegungen einer neuropsychologischen Betrachtungsweise werden unser Verstehen fördern, Auswirkungen auf und Abgrenzungen zu Persönlichkeitsstrukturen begreifbar machen und Möglichkeiten in der Linderung emotionaler Belastung bei Betroffenen und ihrem Umfeld finden lassen. Anhand von praktischen Beispielen wird eine “psychosoziale Therapie” illustriert, um im Anschluss daran Praxisbeispiele der TeilnehmerInnen gemeinsam zu bearbeiten.

Seminarleiter: Mag. Michael Mattersberger, Leiter der Gesundheitsschmiede, Klinischer und Gesundheitspsychologe, Gerontopsychologe, Psychotherapeut in Ausbildung und unter Supervision (Logotherapie und Existenzanalyse)
Gesamtkosten (für 16 UE): 1.440 €
TeilnehmerInnenanzahl: mind. 8 Personen, max. 19 Personen

 

Seminar 2: Im Grunde Mensch Sein. Was ich brauche - was ich will

Psychosoziale Grundbedürfnisse des Menschen erlernen, anwenden und an sich erfahren

In 21 Seminareinheiten findet eine Weiterbildung und Burnoutprophylaxe des Pflegepersonals statt, indem die schon bekannten psychosozialen Grundbedürfnisse des Menschen - entsprechend der Maslowschen Bedürfnispyramide, die zum theoretischen Grundwerkzeug von Pflegekonzepten und Validation zählt - auf selbsterfahrerische Weise vertieft werden, theoretisches Wissen aufgefrischt und eine nachhaltige Orientierung im Umgang mit sich, den BewohnerInnen und den MitarbeiterInnen erzielt wird.

Seminarleiter: Mag. Michael Mattersberger, Leiter der Gesundheitsschmiede, Klinischer und Gesundheitspsychologe, Gerontopsychologe, Psychotherapeut in Ausbildung und unter Supervision (Logotherapie und Existenzanalyse)
Gesamtkosten (für 21 UE): 1.890 €
TeilnehmerInnenanzahl: mind. 8 Personen, max. 19 Personen

 

Ziele des Seminars:
1. Weiterbildung:
    - psychosoziale Grundbedürfnisse/-motivationen des Menschen verstehen und erlernte Pflegekonzepte besser anwenden können,
    - nachhaltige Orientierung in der Interaktion mit dem Umfeld (MitarbeiterIn/BewohnerIn);
2. Burnoutprophylaxe - Psychohygiene:
    - eigene psychosoziale Grundbedürfnisse/-motivationen erkennen
    - diese in den Arbeitsalltag integrieren

Inhalt: Die Seminareinheiten beinhalten eine Hinführung, Vertiefung und Reflexion der psychosozialen Grundbedürfnisse bei den SeminarteilnehmerInnen:
    • SICHERHEIT: Der Mensch will Sein-Können (von der Bedrohung zum Können): Kerninhalte wie Angst, Vertrauen, Aushalten und Annehmen sollen bearbeitet und Abwehrmechanismen erkannt werden.
    • BEZIEHUNG: Der Mensch will Leben-Mögen (von der Belastung zum Mögen): Kerninhalte wie Mögen, Belastung, Trauer und Abgrenzung und deren Abwehrmechanismen sollen erlebt und reflektiert werden.
    • SELBSTWERT: Der Mensch will Sein-Dürfen (von der Verletzung zur Wertschätzung): Kerninhalte des Respekts, Achtung, Abgrenzung und Stellungnahme und deren Abwehrmechanismen sollen erlebt und reflektiert werden.
    • KONTEXT: Der Mensch will Sinnvoll-Leben (von der Leere zur Hingabe): Kerninhalte wie Hingeben und Hergabe, Handeln und Erfüllen sollen an sich selbst erlebt und Abwehrmechanismen erkannt und reflektiert werden.
Eine Reflexion in der letzten Seminareinheit soll Besonderheiten in den Charakterstrukturen der TeilnehmerInnen herausarbeiten und eine Rückmeldung der Therapeuten beinhalten.

Ablauf: Die erste Einheit des Seminars führt die SchulungsteilnehmerInnen ans Thema heran und versucht ein Verstehen der grundlegenden Begriffe zu erreichen und zu vertiefen. In weiteren Seminarblöcken wird mit therapeutischen Methoden am Erleben der KursteilnehmerInnen gearbeitet, um nicht nur ein Verständnis der Inhalte, sondern auch eine Verankerung der Inhalte im eigenen Erleben und Praxisalltag zu erzielen. In der letzten Seminareinheit sollen besondere Charakterzüge der TeilnehmerInnen erarbeitet und reflektiert werden (Was ich besonders brauche – was ich besonders will).

Ablauf der einzelnen Seminareinheiten:
    - Achtsam werden und Distanz zum Alltag schaffen,
    - Erarbeiten des Themas anhand von Praxisbeispielen von BewohnerInnen und in der Gruppe,
    - Erfahrungswert und elementare Grundformen mit Anwendung bei Demenz,
    - Verstehen von Copingmechanismen und Ausdruck im Alltag durch Selbsterfahrung in der Gruppe;

Aus diesen erlebten Reflexionen und einer Nachbearbeitung in einer Abschlussrunde soll ein verbesserter Umgang mit den BewohnerInnen, ein respektvollerer Umgang mit den MitarbeiterInnen und ein achtsamerer Umgang mit sich selbst erfolgen.

Zielgruppe: MitarbeiterInnen der Pflege jeglichen Alters und jeglicher (auch keiner) Vorkenntnisse;

Eingesetzte Methoden: Den KursteilnehmerInnen werden neben den erlebnis- und praxisorientierten Gruppeneinheiten auch theoretische Unterlagen zum Verständnis und zur Nachbearbeitung gegeben. Damit ein praktisches, erlebbares Handeln mit theoretischen Inhalten in den Mittelpunkt gestellt werden kann, soll eine TeilnehmerInnenzahl von 19 Personen nicht überschritten werden. Therapeutische Methoden werden zur Verankerung der Inhalte im eigenen Erleben und Praxisalltag verwendet. Zuletzt wird zur Evaluation ein anonymer Evaluierungsfragebogen ausgefüllt.

Evaluierung durch die TeilnehmerInnen: Eine durch Fragebögen erfolgte anonyme Evaluierung macht deutlich, dass die TeilnehmerInnen sowohl die Inhalte des Seminars, das Arbeitsklima in der Gruppe als auch die Kompetenz und Arbeitsweise des Therapeuten sehr schätzten und davon profitierten. Als besonders gut empfanden die TeilnehmerInnen “das Gleichgewicht zwischen Praxis und Theorie”, die “diversen Fallbesprechungen” und die “Selbsterfahrung”.